Studie: Investoren mangelt es an alternativen Anlagekenntnissen

Die 2014 von Jackson National Life Insurance Co. durchgeführte Umfrage zur alternativen Anlageerziehung gibt der Finanzdienstleistungsbranche einen Einblick darüber, wie wenig Anleger über alternative Anlagen informiert sind. Es wird auch hervorgehoben, was Dienstleister tun müssen, um dieses Problem zu bekämpfen. Die Ergebnisse der Umfrage umfassten Antworten von 574 nicht in den Ruhestand getretenen Anlegern mit einem investierbaren Vermögen von mehr als 200.000 USD.

Viele Finanzberater und Finanzdienstleister sind der Ansicht, dass das Engagement für Finanzbildung, insbesondere für alternative Anlagen, verstärkt werden soll. Dies kann daran liegen, dass Investoren, die an der Umfrage teilgenommen haben, einen breiten Mangel an Kenntnissen über diese Produkte aufwiesen. Dieser Mangel an Wissen liegt teilweise in der Unfähigkeit der Finanzdienstleistungsbranche, sich auf eine allgemein akzeptierte Definition alternativer Anlagen zu einigen. (Weitere Informationen finden Sie unter: Ein Überblick über alternative Anlagen.)

Daten aus der Umfrage zeigten, dass die Bildungslücke bei alternativen Anlagen in allen vertretenen Altersgruppen weit verbreitet ist - unter 35, 35-45, 45-55, 55-65 und 65 Jahren und darüber. Es zeigte sich auch, dass sich das Bildungsniveau eines Investors bei der Arbeit mit einem Finanzberater nicht wesentlich verbesserte. Dies zeigt, dass das mangelnde Verständnis für alternative Anlagen systembedingt ist und kein isoliertes Problem für eine Altersgruppe oder einen Anlegertyp darstellt, sondern ein spektrumübergreifendes Problem. Dies bedeutet auch, dass konzertierte Anstrengungen unternommen werden müssen, um alle Anleger über alternative Anlageprodukte aufzuklären.

Was Investoren wollen

Es ist wichtig zu verstehen, wie Menschen heute Informationen konsumieren. In den letzten zehn Jahren hat sich viel getan, und heute erhalten viele Anleger ihre Informationen online. Laut Daten aus der Jackson-Umfrage suchen viele Anleger ständig nach neuen, nützlichen Informationen, die ihnen helfen können, Entscheidungen in der Investmentwelt zu treffen. Auch wenn sie volles Vertrauen in die Experten haben, mit denen sie zusammenarbeiten, sind die Anleger von heute immer noch daran interessiert, aus einer Vielzahl von Quellen zu lernen, um intelligentere Finanzentscheidungen treffen zu können. (Mehr dazu unter: Diversifikation über Aktien hinaus.)

Auf die Frage, wie sie es vorziehen, über Finanzprodukte und Anlageinformationen unterrichtet zu werden, gaben nur 6,97% der Befragten an, dass ihr Berater ihnen alle Portfolio-Anlage- und Strategieoptionen ausführlich erläutern und sie von ihrem Berater beraten lassen soll wie man vorwärts kommt. Etwas mehr als 43% antworteten, dass sie von ihrem Berater die potenziellen Vorteile und Risiken der Anlagen in ihrem Portfolio erläutern und ihnen Einzelheiten zu diesen Produkten mitteilen wollten.

Achten Sie auf Anfragen nach Informationen

Diese Umfragestatistiken sollten für jedermann in der Finanzdienstleistungsbranche von Interesse sein, da sie die zunehmende Nachfrage von Investoren nach konsistent nützlichen Informationen beleuchten. Es kann sich auch ändern, wie Finanzdienstleister über die Erstellung von Bildungsinhalten nachdenken und wie Berater diese wichtigen Informationen an ihre Kunden weitergeben. Wenn Berater anfangen, mehr Materialien anzubieten, die die Anleger zuerst schulen, würde dies eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise bedeuten, wie Marketingmaterialien für Finanzdienstleister hergestellt werden. (Weitere Informationen finden Sie unter: IRA-Vermögenswerte und alternative Anlagen.)

Bildung war in der Regel vom Vertriebs- und Marketingbereich der Finanzdienstleistungsbranche getrennt, und in den meisten Fällen wurde sie eher als Mittel zur Wertsteigerung denn als Notwendigkeit angesehen. Aber die Anleger von heute sind klüger als früher. Sie möchten, dass ihre Berater nachweisen können, dass sie oder ihre Dienstleistungen der Konkurrenz überlegen sind. Wenngleich die Entwicklung wertvollerer Bildungsinhalte für Marketingfachleute und Vertriebsmitarbeiter mehr Arbeit bedeuten kann, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, da sind sich viele Branchenvertreter einig. (Weitere Informationen finden Sie unter: Verzichten Finanzberater auf Alternativen?)

Gute Nachrichten

Positiver ist, dass die Jackson-Umfrage ergab, dass 62,37% der Befragten angaben, dass sie mehr an Investitionen in alternative Anlagen interessiert wären, wenn sie in der Lage wären, besser informative, relevante und umsetzbare Materialien zu diesen Produkten zu lesen. Die Umfrage ergab auch, dass 63,61% der 327 Befragten, die bereits mit einem Berater zusammenarbeiten, dieser Einschätzung zustimmen. (Weitere Informationen finden Sie unter: Sollten Sie alternative Anlagen anbieten?)

In Bezug auf das Halten von Barmitteln in ihrem Portfolio gaben 45,64% der Befragten an, dass sie eine bestimmte Menge an Barmitteln in ihrem Portfolio behalten möchten, um in eine vielversprechende Gelegenheit investieren zu können, falls sich dies ergeben sollte. Dies bedeutet auch, dass Investoren, die an neuen Anlageideen interessiert sind, viel Gelegenheit haben, mehr Schulungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung wird darin bestehen, zeitnahe und informative Bildungsinformationen bereitzustellen, die alle Investorenebenen erreichen können. Wenn Informationen zu alternativen Anlagen den Anlegern nicht ohne weiteres zur Verfügung gestellt werden, können sie sich auf ihren eigenen Finanzberater verlassen, um diese Informationen bereitzustellen, oder sie werden weiterhin auf das Internet als Lerninstrument zurückgreifen.

Endeffekt

Anleger wären eher bereit, in alternative Anlageprodukte zu investieren, wenn sie von der Finanzdienstleistungsbranche mehr Informationen darüber erhalten, wie sie funktionieren und wie sie sich auf ihre Portfolios auswirken. (Weitere Informationen finden Sie unter: Investition in alternative Investmentfonds und ETFs.)

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